Political Campaign Festival: Change to Change

Political Campaign Festival: Change to Change

Political Campaign Festival

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#PCF19

Teilnehmer

Länder

Die Welt verändert sich. Die Polarisierung nimmt zu. Weltpolitische Ereignisse und neue Technologien stellen Kommunikatoren und Kampagnenprofis vor enorme Herausforderungen. Sie setzen gleichzeitig eine neue Dynamik frei und verändern Politik und Wirtschaft rasant. Parteien, Unternehmen und NGOs stellen sich deshalb die Frage, wie sie mit diesen gesellschaftlichen Veränderungen schritthalten können.

Das Political Campaign Festival war das internationale Event für Kommunikatoren, Campaigner und Public-Affairs-Experten Ende Januar 2019 in Berlin. Es hat Spaß gemacht, die Veranstaltung zu hosten und zu moderieren. 

Political Campaign Festival 2019

 

Europas erstes Kampagnenfestival mit Teilnehmern aus Politischen Parteien, NGOs und Unternehmen

 

AKK eröffnet Konferenz

Annegret Kramp-Karrenbauer eröffnete die Konferenz mit einer Keynote zum Thema: „Politics in challenging times“.

Parteien müssen sich und ihre politische Kommunikation ändern. Politik erkläre sich heute nicht von selbst, sie muss erzählt werden. Kampagnen werden jetzt zuerst um Begriffe geführt. Parteien müssen es schaffen, die großen Geschichten selber zu erzählen. Positionen haben einen größeren Erklärungsbedarf, Begriffsklärung und Storytelling sind daher zentral.

Mit Blick auf die neuen Medien gilt: Twitter ist heute für manchen die diplomatische Depesche des 19. Jahrhunderts.

Wir brauchen einen kommunikativen Häuserkampf – gegen Fake News und Desinformationen.

„People like people. That’s why we also have to focus on bringing people and candidates together.“

Tom Pitfield, Chief Digital Strategist Justin Trudeau

Das digitale Mastermind von Justin Trudeaus Kampagne sah als Erfolgsrezept für digitale politische Kommunikation: „Sagen, was man denkt, echt sein“. Aber eben nicht wie Trump, sondern mit einer positiven und dynamisierenden Botschaft.

„Campaigns have to win the content wars.“

The future will be a battle over mobilization.

Prof. Dr. Dirk Helbing über digitale Demokratie

Kampagnen aus der ganzen Welt

Es war ein spannender Tag mit vielen wichtigen Impulsen. Angefangen von Dara Murphy und Ulla Tuttlies, die über die Europawahlen sprachen.  Ihre Überzeugung war: „Digital street fight has two words: digital and street. Intelligently linking offline and online campaigning and connecting with the de-connected seems to be the most effective strategy in political campaigning and when it comes to promoting the EU“.

Der Kampagnenmanager von Sebastian Kurz, Philipp Maderthaner, sprach über die Trends und neuen Praktikern der Kampagnenführung in Österreich, Deutschland und der Schweiz. 

Und zwei tolle Abschlussforen. Die internationale Perspektive kam von Chris Young (USA), Camila Crescembi (Argentinien) und Radu Magnin (Rumänien). Den deutschen Wahlkampfausblick leisteten die digitalen Campaigner von CDU, SPD, FDP und den Grünen.

Political Campaign Festival 2019

 

Inspirierende Diskussion mit Annegret Kramp-Karrenbauer

 

„Trumps Chance auf Wiederwahl liegt über 50 Prozent“

„Trumps Chance auf Wiederwahl liegt über 50 Prozent“

Im Gespräch mit n-tv über Trumps Wiederwahlchancen. „Trumps Strategen gehen sehr systematisch vor“, sagt er. „Sie verquicken traditionelle Form des Wahlkampfes mit dem digitalen Zeitalter.“

n-tv.de: Die meisten Beobachter sind mit Prognosen vorsichtig geworden, nachdem Donald Trump 2016 Präsident geworden ist. Wie schätzen Sie seine Chancen für 2020 ein?

Mario Voigt: Ich glaube, seine Chancen liegen über 50 Prozent. Er hat für seine Wiederwahlkampagne bereits mehr als 100 Millionen Dollar und mehrere tausende Unterstützer gesammelt. Das Level an Enthusiasmus bei seinen Kundgebungen ist sehr hoch – er zieht mehr Menschen an als Barack Obama früher. Insgesamt erinnert sein Situation an die von Obama 2010. Damals hatten die Demokraten bei den ersten Zwischenwahlen seiner Amtszeit auch die Mehrheit im Repräsentantenhaus verloren. Er schaffte die Wiederwahl 2012 trotzdem. Insofern sprechen einige Punkte für Trump.

Aber?

Bei seiner Persönlichkeit gibt es genügend Abrisskanten und Überraschungen. Letztlich kann er nur eine Taktik richtig gut: polarisieren, in die Herzen der Menschen greifen und Emotionen auslösen – das ist Trumps Strategie, die er allerdings perfektioniert. Irgendwann könnten die Amerikaner davon genug haben.

Könnten Sie die Parallele zu Obama erläutern?

Bei Nachwahlbefragungen bei den Midterms 2010 wurden Wähler gefragt, ob sie Obama wiederwählen würden. Er lag damals bei 43 Prozent. Bei Trump waren es bei den Zwischenwahlen im vergangenen November 38 Prozent, also nicht so weit entfernt. Obama startete seinerzeit neue Initiativen, die von den Republikanern im Kongress nicht unterstützt wurden, so dass er sie als Blockierer darstellen konnte. Das ist ziemlich präzise der Weg, den Trump heute geht. Im Moment sieht es so aus, als würden der Shutdown und der Streit um die Mauer ihm schaden. Langfristig könnte es ihm eher nutzen.

In den Umfragen steht Trump derzeit unter 40 Prozent Zustimmung.

Der Anteil derjenigen, die sagen, dass sie ihn als Person mögen, ist weiterhin etwa so groß wie in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl 2016. Seine Basis ist stabil, und die wird er bedienen. Gleichzeitig wird er versuchen, den potenziellen Kandidaten der Demokraten als unwählbar darzustellen und so unentschiedene Wähler auf seine Seite zu ziehen. So machte es Obama damals auch mit Mitt Romney.

Würde ein unabhängiger Kandidat wie der frühere Starbucks-Chef Howard Schultz Trump nutzen?

Definitiv. Sollte jemand wie Schultz antreten, ginge das auf Kosten der Demokraten. Trump würde das in die Hände spielen.

Braucht Trump auch vorzeigbare Erfolge, um seine Anhänger bei der Stange zu halten? Etwa seine Mauer?

Die Mauer war sein zentrales Wahlversprechen, er muss zeigen, dass sie gebaut wird. Daran wird er gemessen. Konservative Kommentatoren wie Ann Coulter kritisieren ihn mittlerweile scharf, weil er hier noch nichts vorweisen kann. Aber Trump ist kein klassischer Republikaner, er ist seine eigene Marke, die über das Wählerpotential der Republikaner hinausreicht. Ein weiterer Vorteil für ihn: Die Demokraten sind unsicher, mit welcher Strategie sie ihn angreifen sollten. Er steht bereits als Kandidat der Republikaner fest, die Demokraten haben dagegen einen sehr langen, harten und kostenintensiven Vorwahlkampf vor sich.

Ist das nicht auch eine Chance?

Nur zum Teil. Die Polarisierung in den USA führt dazu, dass die Anhängerschaften beider Parteien sich immer stärker von der Mitte wegbewegen. Die demokratischen Kandidaten sind in den Vorwahlen daher gezwungen, sich weiter links zu positionieren als später im Präsidentschaftswahlkampf. Sie könnten 2020 in eine Situation kommen, dass sie zwar ihre eigene Basis ansprechen, aber die moderaten Wähler nicht erreichen.

Was für einen Typus Politiker müssten die Demokraten aufstellen, um gegen Trump erfolgreich zu sein?

Kamala Harris ist eine interessante Kandidatin. Als Tochter einer indischen Mutter und eines jamaikanischen Vaters repräsentiert sie den Anspruch der Demokraten, Politik für Minderheiten und Frauen zu machen. Das ist zugleich ein Risiko.

Warum?

Trump wird nicht nur an der Mauer gemessen werden, sondern auch an der Performance der Wirtschaft und im Kontrast zum demokratischen Herausforderer. Wenn die Wirtschaft halbwegs läuft und auch Jobs in den eher industriell gebeutelten Mid-West-Staaten entstehen, dann brauchen die Demokraten einen Kandidaten, der dieses Thema vernünftig repräsentiert. Eine Frau aus Kalifornien bietet da im kommunikativen Straßenkampf des digitalen Zeitalters ziemlich viel Angriffsfläche. Klick um zu Tweeten Zudem neigen die Demokraten dazu, ihren Schwerpunkt auf die Interessen von Minderheiten, auf Identitätsthemen zu legen. Das hat beim letzten Mal in den Battleground-States, die die Präsidentschaftswahlen entscheiden, nicht gereicht. Wenn sie diese Strategie wieder fahren, werden sie verlieren. Eigentlich bräuchten die Demokraten einen Kandidaten wie Joe Biden, der die eigene Basis anfeuert und zugleich einen moderaten Anspruch formuliert. Aber Biden ist schon 76 Jahre alt.

Wann hat diese extreme Polarisierung der US-Gesellschaft eigentlich begonnen?

„Blue and Red America“ ist schon lange eine Chiffre für gespaltene politische Kultur der USA. [Blau ist die Parteifarbe der Demokraten, Rot die der Republikaner, Anm.d.Red.] Es gibt eine spannende Untersuchung des Pew Research Institute, die zeigt, wie sehr die Polarisierung seit Anfang der 1990er Jahre zugenommen hat. Immer weniger Amerikaner fühlen sich der politischen Mitte zugehörig. Viele Anhänger der Demokraten und Republikaner haben ausschließlich Freunde, welche dieselbe Partei wählen. Dieser Trend hat nicht erst mit Trump begonnen, Trump hat diese Polarisierung im digitalen Zeitalter nur verstärkt. Klick um zu Tweeten Das ist auch nichts originär Amerikanisches. Wir erleben ja auch in anderen Ländern, dass ein Teil der Bevölkerung das Gefühl hat, dass die klassischen Politiker und Parteien sie nicht mehr erreichen, dass Antiglobalisierungs- und Antimodernitätstendenzen stärker werden. Deswegen geben Wähler Leuten wie Trump oder Duterte auf den Philippinen oder – positiv gewendet – auch neuen Kandidaten wie Emmanuel Macron eher das Vertrauen als klassischen Kandidaten.

Sie haben erwähnt, dass nach wie vor viele Menschen zu Trumps Kundgebungen gehen. Welche Rolle spielen solche Veranstaltungen in Wahlkämpfen in den USA?

Rally mit Donald Trump jr.

Trumps Strategen gehen da sehr systematisch vor. Sie gehen mit diesen Kundgebungen vor allem in Regionen, die nicht zu den typischen Hotspots zählen. Wenn Trump kommt, ist das dort ein kulturelles Event mit Vor- und Nachprogramm. Zugleich verquicken sie diese sehr traditionelle Form des Wahlkampfes mit dem digitalen Zeitalter. Die Reden werden nicht nur live gestreamt, sondern Trump oder seine Kinder nehmen sich dann mindestens noch einmal so viel Zeit, um Selfies zu machen. So dringt Trump in die sozialen Netzwerke ein und erzielt einen Viralitätseffekt, der um ein Vielfaches größer ist als das Event an sich. Die Kundgebungen werden genutzt, um die Basis anzufeuern, aber auch, um auf das Handy von möglichst vielen Menschen zu kommen.

Gibt es da etwas, das deutsche Parteien, beispielsweise Ihre Partei, die CDU, von dieser Art des Wahlkampfes lernen können?

Die amerikanischen Wahlkämpfe sind sehr viel teurer als ein europäischer Wahlkampf und unsere politische Kultur im Mehrparteiensystem ist anders. Das steht in keinem Verhältnis. Aber die zentrale Nutzung von Technologien oder Events sehen wir auch in Deutschland bei allen Parteien: konzentrierte Medienereignisse, über die Sie als Journalist berichten, zugleich ein Ansprechen in sozialen Netzwerken, um die Reichweite zu erhöhen. Nehmen Sie den Wahlkampf von Manfred Weber, …

… der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei für die Europawahl im Mai.

Er nutzt Instagram, Twitter und Facebook, wo er auch Teilhabeelemente einsetzt, auf eine sehr kluge Art und Weise. Da gibt es einen weltweiten Lernprozess – Trump hat das ja nicht erfunden, das kommt aus asiatischen Wahlkämpfen, deren Intensität deutlich höher ist.

Aus Asien?

Ja, klar. Dort sind viele Wähler anzusprechen und Ideen sprießen – ob 3-D Hologramme von Spitzenkandidaten in Indien oder Text-Messaging in Südkorea. Der größte Trend bei den amerikanischen Midterms im vergangenen Jahr war die Wähleransprache über groß angelegte SMS- Kampagnen. Das ist deutlich effektiver als mit E-Mails, wo die Öffnungsraten nur bei zehn Prozent liegen. SMS lesen die Leute so gut wie immer. Über 90 Prozent öffnen die Nachrichten in den ersten fünf Minuten in den USA.

In Deutschland kann so etwas wohl nicht eingesetzt werden?

Vermutlich ist das aus Gründen des Datenschutzes nicht möglich. Bei meiner Wahlkampfbeobachtung konnte ich mir anschauen, mit welcher Datenbasis die Republikaner und die Demokraten Wahlkampf machen. In deren Datenbanken finden sich über 199 Millionen Menschen, auf beiden Seiten. In den besonders umkämpften Staaten, den ungefähr 18 Battleground-States, verfügen die Parteien über bis zu 5000 Einzelinformationen zu einem Wähler. Theoretisch macht das eine maßgeschneiderte Kommunikation zu jedem Einzelnen möglich. Das können sich allerdings selbst amerikanische Kampagnen nicht leisten.

Mit Mario Voigt sprach Hubertus Volmer

Quelle: n-tv.de

https://www.n-tv.de/politik/Trumps-Chance-auf-Wiederwahl-liegt-ueber-50-Prozent-article20843987.html

A Third Way? Europe’s Role in a Digital Age.

A Third Way? Europe’s Role in a Digital Age.

The EU is prosperous, technologically advanced and has a well-educated but aging workforce. Europe is the second largest economy after China, coming in ahead of the U.S., and its domestic market is providing a powerful launching pad for world-changing technologies and companies. However, the digital world seems to gravitate towards a Chinese and an American pole, where Europe is stuck in the middle. On the one hand, big U.S. companies like Google, Apple, Facebook, Amazon, or Microsoft dominate in Europe. On the other hand, China is challenging Europe’s industrial strength and innovative industries. Europe could be potentially the biggest loser of a successful strategy „China 2025“, when its leadership in research and development of high technology is challenged.[1]Accordingly, a competitive Europe has to address how prosperity for both citizens and companies can be produced to an extent that companies operating in the EU are able to compete successfully in the global digital economy while supporting high living standards for the average European: a global digital player and a better place to work and live. 

What are necessary steps to become competitive? Three major issues which hinder European excellence have to be addressed: Digital infrastructure, a Digital Single Market and a digital educated mindset. 

Improving the Backbone: Investing in Digital Infrastructure 

A big bottleneck for a more competitive Europe is the slow expansion of digital infrastructure in the EU. Politically intended was a fast broadband coverage (more than 30 mega- bits per second) for all Europeans by 2020. But this seems to be out of reach, because in 2017, only 79% of all households had access to such connections (up from 55.8% in 2013). 

Source: European Commission, DESI 2018

In the EU, 4G mobile is almost universal at 98%. However, rural areas remain challenging, as 8% of homes are not covered by any fixed network, and 53% are not covered by any NGA technology (VDSL, Cable Docsis 3.0 and FTTP).[2]Upgrading the digital infrastructure is an expensive endeavour and depending on the time horizon and the planned investments, their costs often reach three billion figures. The European Commission estimated that EUR 515 billion will be invested over ten years to achieve a European Gigabit Society by 2025.[3]

Increasing data volumes, more cloud storage capacities and a demand for real-time communication between physical and virtual „things“ as a precondition for Industry 4.0 amplify the need for an improved digital infrastructure. Today’s European capacities are insufficient to meet increasing demand by European industries, innovators and scientists who process their data outside the EU because their needs are not matched by the computation time or computer performance available in the EU. Tim Hoettges, CEO of Telekom, recently stated that just five percent of German data are hosted by SAP or Telekom in Germany. The other 95 percent are with the hyperscaler Amazon, Microsoft or Google.[4]If data is a prerequisite for machine learning and AI, EU has to find better ways to reduce this disproportion. However, the EU has none of the 10 most powerful supercomputers worldwide and only 4 of the top 20 supercomputers. This situation has constantly deteriorated since 2012, when the EU possessed 4 of the top 10 supercomputers. Moreover, the best supercomputers in Europe are supplied by non-EU vendors and are based on non-EU technology. At the moment, EU industry provides about 5% of supercomputing resources worldwide, but consumes one third of them.[5]

Digital infrastructure becomes critical to achieve the goal of a Gigabit Society in 2025.[6]Europe has to improve significantly in order to keep up with China and the U.S..


[1]         For different scenarios see Bertelsmann Stiftung. 2016.China 2030. Szenarien und Strategien für Deutschland. However, in a Bruegel study Alicia Garcia Herrero sees a paradigm shift in terms of U.S.-China economic relations which could potentially benefit the European Union, http://bruegel.org/2018/08/us-china-trade-war-whats-in-it-for-europe/, see also: Alicia Garcia Herrero and Jianwei Xu, How Big Is China’s Digital Economy?, Working Paper, 2018. 

[2]         European Commission. 2018. Broadband Coverage in Europe 2017. https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/connectivity.Accessed 18.12.2018.

[3]         European Commission. Commission Staff Working Document SWD (2016) 300 final. For yearly improvements the EU’s Digital Economy and Society Index (DESI) indexes relevant indicators on Europe’s digital performance and tracks the evolution of EU member states in digital competitiveness, see: https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/desi.Accessed 18.12.2018.

[4]         Tim Höttgesat the Digital Summit of the German Federal Government 2018, Nuremberg on 4.12.2018. 

[5]    European Parliamentary Research Service. 2017. Developing supercomputers in Europe. Brussels. 

[6]         In 2016, the European Commission updated and extended its digital infrastructure goals:

— By 2025, all major socio-economic drivers (such as schools, transport hubs, the main providers of public services or highly digitalised companies) should have access to connectivity of at least 1 gigabit/second.

— all urban areas and all major terrestrial transport paths should have uninterrupted 5G coverage by 2025.

— all European households should have access to internet connectivity of at least 100 Mbit/s, which is upgradable to gigabit speed, see: European Commission (2016). Connectivity for a Competitive Digital Single Market – Towards a European Gigabit Society. Brussels.

Europe: Competitive or colony of Tech empires in USA or China?

Europe: Competitive or colony of Tech empires in USA or China?

The world is in a New Moon Race. Looking at the digital economy, today’s world is organized around two centers of gravity: the U.S. and China. They are home to nine of the top 10, and 18 of the top 20 internet companies as measured by market capitalization. All the leading companies in online search, social media, and e-commerce are based there. But as the digital transformation continues, other industries like automotive, manufacturing, financial services or health care are following, new technological developments in AI, IoT or Big Data spark an even faster and widespread disruption.

In an age of a growing digital economy, Europe’s prosperity is created, not inherited. The future of Europe depends on a competitive mindset and a willingness to gain advantage against the world’s best competitors in the U.S. and China. Hence, Europe’s competitiveness depends on the capacity of its society, politics and economy to innovate and upgrade. As European companies and governments consider their own stakes in the game, a critical question remains: Are Europeans defying the two centers of gravity?

State of Play: Two centers of gravity

Today’s world is organized around two centers of gravity: the U.S. and China. They are home to nine of the top 10, and 18 of the top 20 internet companies as measured by market capitalization. Klick um zu Tweeten

Technology advances quickly and in order to measure future potential, one has to look at innovation and start-up ecosystems, investment in new technologies or market capitalization in the digital economy between in the U.S., China and Europe.

Advanced Technology: Put a Stamp on Artificial Intelligence 

Developments in Artificial Intelligence and robotics are generally recognized as a main driver of future growth, competitiveness and job creation by increasing productivity and efficiency, and lowering costs. But AI also triggers far-reaching societal and economic changes, which will transform all aspects of life from employment, the social contract to warfare. The impact of AI leadership has been summed up by Russia’s President Vladimir Putin: „whoever becomes the leader in this sphere will become the ruler of the world [1].

In Artificial Intelligence, the U.S. and China are in an arms race for global leadership. Rapid improvements in information storage capacity, high computing power, and considerable advancements of Artificial Intelligence technology in end-use industries are driving economic growth. The global artificial intelligence market size was valued at 641.9 million USD in 2017 on the basis of its direct revenue sources and at 5,970 million USD in 2017 on the basis on AI based gross value addition (GVA) prognoses. The market is projected to reach 35,870 million USD by 2025 by its direct revenue sources, growing at a CAGR of 57.2% from 2018 to 2025.[2]

Potential Revenue through AI

Source: Artificial Intelligence Market Analysis 2017

While taking an either more state-driven (China) or a more private-sector-driven (U.S.) approach, in their entrepreneurial frenzy China and the U.S. are outshining other countries. In 2017, China’s artificial intelligence start-ups took 48% of all dollars going to AI start-ups globally in, more than that of the U.S. (38%). Both combined made up for almost 90 percent.[3]

In 2017, China’s artificial intelligence start-ups took 48% of all dollars going to AI start-ups globally in, more than that of the U.S. (38%). Both combined made up for almost 90 percent. Klick um zu Tweeten
AI Funding between US and China

Source: CBInsights 2018

In July 2017, China outlined a bold multi-billion national strategic plan to catch up with global AI research by 2020 and to deliver major breakthroughs and become the world leader by 2030. On the other side however, the U.S. still leads in both the total number of AI start-ups and total funding overall. Both countries can draw from a wealth of data and opportunities for companies to scale quickly. 

For some, Europe’s role in this arms race is defined as a colony in the American tech empire.[4]Indeed, Europe still lacks a comparable AI ecosystem. Even the European Commission admits Europe is behind in private investments in AI: „2.4-3.2 billion EUR in 2016, compared to 6.5-9.7 billion EUR in Asia and 12.1-18.6 billion EUR in North America“.[5]

A lack of a strategic plan at EU level, a low level of public and external investment, a cautious adoption from companies and the general public and no EU-wide liability rules on AI and robotics are credited for the underperformance.[6]This has led European countries to lay down AI specific and comprehensive AI strategies (e.g. the UK, France), integrating AI technologies within national technology or digital roadmaps (e.g. Denmark) or developing a national AI R&D or Work strategy (e.g. Finland).

In April 2018, 25 EU countries signed a declaration to join forces and to engage in a collective „European approach” to AI. This push includes funding for research to harvest the potential of artificial intelligence.[7]Under the research programme „Horizon 2020” public funding will be 1.5 billion EUR for the period 2018-2020 and adds up to a combined public and private investment in the same period of 20 billion EUR.[8]

German Minister for Economy, Peter Altmaier, has called for a „European Airbus for AI“ as an IPCI (Important Project for Common Interest), which fits Germany’s AI Strategy to create a joint French-German AI research center.[9]In such an endeavour, European institutions will play a key role in coordinating, „filling in policy gaps that cannot be addressed solely at the national level and support the widespread development of competitive AI ecosystems throughout Europe” as well as aim for „a common, internationally recognised ethical and legal framework for the design, production and use of AI, robotics, and their increasingly autonomous systems”.[10]Protecting the privacy of the user would be a distinct different approach as the commercial quest for data and analytics of the American and Chinese ones.

It seems Europe seizes the opportunity by fostering a continent-wide collaboration to put its distinct stamp on AI as a different path than the U.S. or China. Or in the words of Emmanuel Macron: „to be an acting part of this AI revolution “.[11]

Innovation: Flourishing a Digital Start Up Ecosystem

Such an aggressive competition for innovation and new technologies spills over in the venture capital market and start-up ecosystem. The U.S. and China have the most active digital-investment ecosystems in the world. In fact, the so-called „Global Unicorn Club “, private companies in the tech sector whose value exceeds 1 billion USD, speak predominantly American-English or Chinese-Mandarin.

For the 274 companies founded in 2003 or later that have reached unicorn status, half are in the U.S. and China with its 69 has more than twice as many unicorns as Europe with 33.[12]More striking, American companies in the Silicon Valley tend to scoop up the promising digital start-ups from Europe. From 2011 to 2017, the GAFAM companies[13]have acquired more than 65 leading-edge European technology companies like Skype and AI pioneer DeepMind. And no wonder, in most cases the size of the European operation shrank after the acquisition.[14]

For the 274 companies founded in 2003 or later that have reached unicorn status, half are in the U.S. and China with its 69 has more than twice as many unicorns as Europe with 33. Klick um zu Tweeten

In China, the „Great Firewall“ of legislative actions and technologies hinders competition and helps the three Internet giants to nurture a homegrown digital ecosystem that is now spreading beyond them. Baidu, Alibaba, and Tencent[15]have been developing a multi-industry digital ecosystem that touches almost every aspect of consumers’ lives. How important Chinese digital companies are for the venture capital market are, becomes obvious by looking at the numbers. In 2016, Baidu, Alibaba, and Tencent (BAT) provided 42 percent of all venture-capital investment in China. They have a far more prominent role than Amazon, Facebook, Google, and Netflix that together contributed only 5 percent to the U.S. venture-capital investment in that same year.[16]

In China, the „Great Firewall“ of legislative actions and technologies hinders competition and helps the three Internet giants to nurture a homegrown digital ecosystem that is now spreading beyond them. Klick um zu Tweeten

In contrast, European companies make up about 11% of the total number in the „Global Unicorn Club “, that is only 30 companies. These European start-ups have an aggregate valuation of about 64 billion USD, and operate across industries including fintech, e-commerce, or healthcare.[17]Europe’s tech community seem to be still „Balkanized“ along national borders, while connections between local venture capitalists and start-up founders across the continent is needed if Europe ever wants to play in the big leagues.[18]The lack of a competitive Venture Capital market is described by the most recent numbers of 2017. From the 57 start-ups which became unicorns in 2017, 32 are from the U.S., 18 from China and just four from Europe, interestingly from UK.[19]The lack of appropriate and swift funding of new ideas to make them a product or a company is a major weakness of Europe.

Market Share: Competing in Platform Economy and E-Commerce

Even in a digital world, size matters. In a digital economy, Napoleon Bonaparte’s old saying becomes reality: „China is a sleeping lion. Let her sleep, for when she wakes she will shake the world.” In e-commerce, China is the world’s largest e-commerce market and accounts already for more than 40 percent of the value of worldwide transactions compared to less than 1 percent only about a decade ago. The current value of China’s e-commerce transactions is estimated to be larger than in France, Germany, Japan, the United Kingdom, and the United States combined. One explanation for China’s dominance is the explosion in use of mobile payments, which grew from just 25 percent in 2013 to 68 percent in 2016. In 2016, the value of mobile payments related to individuals’ consumption was 790 billion USD, 11 times that of the United States.[20]

Two factors drive this quick digital transformation of the Chinese Dragon. Firstly, China is benefiting from a large domestic market to achieve scale and to surround itself with rich ecosystems of start-ups, suppliers and customers. In 2016, 731 Million of China’s 1.4 billion citizens use the internet, more than the European Union and the United States combined. Beyond scale, it is the enthusiasm for digital tools among China’s much younger consumer base, which accelerates growth and quick adoption.  

Platform Economy per Region

Such an imbalance can also be found in the platform economy. According to the Center for Global Enterprise, the Asia-Pacific has seen the creation of 82 digital platforms with close to 350,000 employees and combined market capitalization of 930 billion USD. Europe is trailing behind both the United States and the Asia-Pacific region in encouraging successful platform enterprises. Only 27 digital platforms were created in Europe, with 109,000 employees and a combined market capitalization of 181 billion USD. However, Europe and China do not come close to the combined market capitalization of U.S.-based digital platforms – about 3 trillion USD.[21]

Market Capitalization: Financial Strength in Tech

From 2010 to 2017, the market capitalization of GAFAM companies (Google/Alphabet, Amazon, Facebook, Apple, and Microsoft) increased by 2.6 trillion USD. In contrast, the value of the 28 non-GAFAM companies that make up the Dow Jones Industrial Average rose 2.1 trillion USD. In China, Alibaba and Tencent are among the 10 most valuable companies in the world and, along with Baidu, are collectively worth more than 1 trillion USD.[22]In today’s digital economy the U.S. and China are the two centers of gravity, where their tech giants dominate the markets. Out of the top 10 companies by market capitalization nine are based in these two countries.

There is another aspect aside from duality between the U.S. and China driven by the winner-take-all mentality of digital companies in the U.S. and China. Looking at the 20 world’s largest tech giants, there is a divide between top-tier companies and those further down the ladder. The top companies on the list like Apple, Alibaba, Alphabet, Amazon, Microsoft and Tencent are all above the 450 billion USD mark and account for over 80% of the total value of Top 20 tech companies. Not a single company hoovers between 200 and 450 billion USD. This underpins the divide. First of all, digitalization is driven by American or Chinese companies, and secondly, for tech newcomers it is pretty hard to vault into the upper echelon of the market. The only European company in the Top 20 ranks is German based SAP. 

Part 2 of the article deals with European Strategies to gain better traction in the competitive race.

The article is part of proceedings of a conference in Singapore, summer 2018.


[1]         Gigova, Radina. 2017. Who Vladimir Putin thinks will rule the world. https://edition.cnn.com/2017/09/01/world/putin-artificial-intelligence-will-rule-world/index.html. Accessed 18.12.2018.

[2]         Grand View Research. 2017. Artificial Intelligence Market Analysis By Solution (Hardware, Software, Services), by Technology (Deep Learning, Machine Learning, Natural Language Processing, Machine Vision), by End-use, By Region, and Segment Forecasts, 2018 – 2025. https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/artificial-intelligence-ai-market/methodology. Accessed 18.12.2018.

[3]         CB Insight. 2018. Artificial Intelligence Trends To Watch In 2018. https://www.cbinsights.com/research/report/artificial-intelligence-trends-2018/. Accessed 18.12.2018.

[4]         Lee, Kai-Fu. 2018. AI Superpowers: China, Silicon Valley and the New World Order. 

[5]         European Commission. 2018. Communication „Artificial intelligence for Europe“,https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/factsheet-artificial-intelligence-europe,Accessed 18.12.2018.

[6]         European Commission. 2018. Digital Transformation Monitor. USA-China-EU plans for AI: where do we stand? https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/dem/monitor/sites/default/files/DTM_AI%20USA-China-EU%20plans%20for%20AI%20v5.pdf. Accessed 18.12.2018.

[7]         European Commission, 2018. EU Member States sign up to cooperate on Artificial Intelligence. https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/eu-member-states-sign-cooperate-artificial-intelligence.Accessed 18.12.2018.

[8]         European Commission. 2018. Communication „Artificial intelligence for Europe“. https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/factsheet-artificial-intelligence-europe. Accessed 18.12.2018.

[9]         Peter Altmaier at the Digitalgipfel, 4.12.2018. 

[10]     Delponte, Laura. 2018. European Artificial Intelligence (AI) leadership, the path for an integrated vision.http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2018/626074/IPOL_STU(2018)626074_EN.pdf.Accessed 18.12.2018.

[11]       Thompson, Nicholas. 2018. Emmanuel Macron talks to wired about france’s ai strategy, 31.3.2018, https://www.wired.com/story/emmanuel-macron-talks-to-wired-about-frances-ai-strategy/.Accessed 18.12.2018.

[12]       CB Insight. 2018. The Global Unicorn Club. https://www.cbinsights.com/research-unicorn-companies. Accessed 18.12.2018.

[13]       GAFAM stands for Google, Alphabet, Facebook, Amazon, Microsoft. 

[14]       Candelon 2018.

[15]       Collectively known as BAT.

[16]       Woetzel, Jonathan et. al.. 2017. China’s digital economy. A leading global force. https://www.mckinsey.com/featured-insights/china/chinas-digital-economy-a-leading-global-force. Accessed August 2018.

[17]       Candelon, François, Reeves, Martin, and Daniel Wu. 2018. 18 of the Top 20 Tech Companies Are in the Western U.S. and Eastern China. Can Anywhere Else Catch Up?. Harvard Business S 3/5/2018.

[18]       Scott, Mark. 2018. Goodbye internet: How regional divides upended the world wide web

Governments have broken the world wide web. 28.1.2018, Politico, https://www.politico.eu/article/internet-governance-facebook-google-splinternet-europe-net-neutrality-data-protection-privacy-united-states-u-s/.Accessed 18.12.2018.

[19]       Desjardins, Jeff. 2017. The 57 Startups That Became Unicorns in 2017, https://www.visualcapitalist.com/57-startups-unicorns-in-2017/.Accessed 18.12.2018.

[20]       Woetzel, Jonathan et. al.. 2017. China’s digital economy. A leading global force. https://www.mckinsey.com/featured-insights/china/chinas-digital-economy-a-leading-global-force. Accessed August 2018.

[21]       Evans, Peter, and Gawer, Annabelle. 2016. The Rise of the Platform Enterprise: A Global Survey, Center for Global Enterprise, 2016. 

[22]       Candelon, François, Reeves, Martin, and Daniel Wu. 2018. 18 of the Top 20 Tech Companies Are in the Western U.S. and Eastern China. Can Anywhere Else Catch Up?. Harvard Business S 3/5/2018.

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